Am Bodensee
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Schwelle die Segel, günstiger Wind!
Trage mein Schiff an das Ufer der Ferne,
Scheiden muß ich, so scheid’ ich gerne,
Schwelle die Segel, günstiger Wind!
Schwelle die Segel, günstiger Wind!
Daß ich den Boden, den heimischen, schaue,
Fahre du wohl, Helvetiens Aue,
Schwelle die Segel, günstiger Wind!
Schwelle die Segel, günstiger Wind!
Wenn ich auch hier im Entzücken verweile,
Drüben, drüben knüpfen mich liebende Seile,
Schwelle die Segel, günstiger Wind!
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Wiederkehrend nach dem Vaterlande,
Hofft’ ich deine Lilienhand zu drücken,
Traut’re Bande würden uns,
So hofft’ ich, dann beglücken.
Wehe mir! du bist vorangegangen
Nach viel besser’m Vaterland! Welch Verlangen,
Daß auch ich bald meinem Nachen steure,
nach viel besser’m Vaterland, o Theure!