An die Sterne
Sterne,
In des Himmels Ferne!
Die mit Strahlen bess’ rer Welt
Ihr die Erdendämm’rung hellt;
Schau’ n nicht Geisteraugen
Von euch erdenwärts,
Daß die Frieden hauchen
In’s unwölkte Herz?
Sterne,
In des Himmels Ferne!
Träumt sich auch in jenem Raum
Eines Lebens flücht’ger Traum?
Hebt Entzücken, Wonne,
Trauer, Wehmut, Schmerz,
Jenseit unsrer Sonne
Auch ein fühlend Herz?
Sterne,
In des Himmels Ferne!
Winkt ihr nicht schon Himmelsruh’
Mir aus euren Fernen zu?
Wird nicht einst dem Müden
Auf den gold’nen Au’n
Ungetrübter Frieden
In die Seele thau’ n?
Sterne,
In des Himmels Ferne!
Bis mein Geist den Fittig hebt
Und zu eurem Frieden schwebt,
Hang’ an euch mein Sehnen
Hoffend, glaubevoll!
O, ihr holden, schönen,
Könnt ihr täuschen wohl?