25.
Peri
Es fällt ein Tropfen aufs Land
Ägypten,von Juniushitze verbrannt,
Vom Mond herab!
Von so heilende Kraft, daß zur Stunde
Der Dämon der Pest entschwebt,
Und Gesundheit Himmel und Erde belebt.
Läßt so, o Sünder, nicht genesen
Dich dieser Reuetränen Fall?
Wie glühend die Wunden der Brust gewesen,
Ein Himmelstropfen, er heilt sie all!
Solo (Tenor) mit Chor
Und sieh, demütig betend kniet
Der Mann dort an des Kindes Seite,
Indes ein Sonnenstrahl auf beide,
Den Sünder und den Reinen, glüht,
Und Hymnen durch den Himmel schweben,
Denn einer Seele ward vergeben.
Gesunken war der goldne Ball,
Noch lagen sie auf ihren Knien,
Da fiel ein rein’rer schön’rer Strahl,
Als je aus Sonn’ und Sternen schien,
Auf jene Träne –
Ein sterblich Auge nähm’ ihn zwar
Als Meteor, als Nordlicht wahr,
Doch weiß die Peri wohl, der Schein,
Es muß des Engels Lächeln sein.
Womit er mild die Träne grüßt
Die bald den Himmel ihr erschileßt.