Der Nußbaum
Es grünet ein Nußbaum vor dem Haus,
Duftig,
Luftig,
Breitet er blättrig die Äste aus.
Viel liebliche Blüten stehen dran;
Linde
Winde
Kommen, sie herzlich zu umfahn.
Es flüstern je zwei zu zwei gepaart,
Niegend,
Beugend,
Zierlich zum Kusse die Häuptchen zart.
Sie flüstern von einem Mägdlein, das
Dächte,
Nächte,
Tagelang, wußte, ach, selber nicht was.
Sie flüstern, wer mag verstehn so gar
Leise
Weise?
Flüstern von Bräut’gam und nächstem Jahr.
Das Mägdlein horchet, es rauscht im Baum;
Sehnend,
Wähnend,
Sinkt es lächelnd in Schlaf und Traum.